2025 - ein Jahr, das uns verändert hat

Es gibt Jahre, die ziehen einfach vorbei.
Und es gibt Jahre, da sitzt man im Dezember da, hält kurz inne und merkt: Wir sind nicht mehr dieselben, die wir am 1. Januar waren.
2025 war für uns genau so ein Jahr – ein Jahr, das uns verändert hat.

Nicht, weil es laut oder besonders glamourös war. Sondern weil wir viele Entscheidungen getroffen haben, die erst in der Rückschau zeigen, wie wichtig sie waren. Entscheidungen, die aus Verantwortung entstanden und aus dem Anspruch heraus, der Region etwas zu geben, das bleibt: digitale Souveränität, die konkret und greifbar ist – nicht nur diskutiert wird.

Vorausschauendes Handeln sieht von außen selten spektakulär aus.

Dass wir heute stehen, wo wir stehen, hat weniger mit großen Worten zu tun als mit einem Grundsatz, der intern fast schon banal klingt:

Wenn man früh genug nach vorne schaut, stolpert man später weniger.

Dieser Gedanke hat uns durch das Jahr getragen.

Er steckt in MuCon-X, einem Internetknotenpunkt, der längst mehr ist als ein technischer Standort.
Er steckt auch in unserem neuen Rechenzentrum in Rosenheim, das nicht Marktanteile jagt, sondern regionale Stärke ermöglicht.
Und er steckt in den 15.000 neuen Fasern unseres Campus, die niemand sehen wird, aber die uns in München und in der DACH-Region digitale Reichweite und Option geben werden.

Wir haben Schritte gewagt, die mutig wirken – im Alltag waren es oft einfach die logischen Schritte, die eine verantwortungsvolle Infrastruktur verlangt. Und genau das macht uns heute ruhig, klar und stabil, wenn wir nach vorne blicken: Wir sind dort angekommen, wo wir für diesen Markt stehen müssen.

Das hat 2025 dazu beigetragen:

Ein Knotenpunkt, der mehr verbindet als nur Netze

Mit MuCon-X hat München einen neuen Netzknoten bekommen – einen, der durch strukturelle Veränderungen im Markt überhaupt erst möglich wurde. Die Schließung großer RZ-Standorte wie Equinix MU1 / MU3 hat zwar den Raum geschaffen, aber der Schritt, ihn zu füllen, war kein Automatismus.


Wir haben diesen Raum genutzt, weil uns seit Jahren etwas beschäftigt:

Über digitale Souveränität wird viel gesprochen.
Getan wird zu wenig.

MuCon-X war also unser Startschuss, das zu ändern.

Ein deutsches, unabhängiges, rechtssicheres Peering- und Infrastruktur-Ökosystem für München und die DACH-Region – regional betrieben und global angebunden. Denn in einer Sache bin ich mir sicher – echte Souveränität entsteht nur dann, wenn wir sowohl über regionale Kontrolle als auch globale Reichweite verfügen.

Damit geht es hier nicht um ein „entweder – oder“, sondern um ein Architekturprinzip, das auf dem Betrieb eigener Infrastruktur basieren muss.

MuCon-X ist für uns also ein Knotenpunkt, der nicht nur Netze verbindet – sondern Bayern mit echter digitaler Selbstbestimmung. Eine Brücke in die digitale Zukunft.

Und wo Datenknoten entstehen, da braucht es auch folgendes:

Mehr Fläche für digitale und wirtschaftliche Stärke

Parallel zum neuen Knotenpunkt haben wir unser Rechenzentrum erweitert und Raum für wirtschaftliches Wachstum in der Region gemacht – an zwei Punkten:

Mit MUC II entstanden am Jahresanfang zusätzliche Rechenzentrumsflächen direkt am MuCon-X bei EMC Home of Data in München und damit entstand auch:

– ein Ort, an dem Daten, Peering, Cloud und Colocation im Betrieb eines inhabergeführten deutschen Rechenzentrums endlich zusammenfinden

– mit einem breiten Angebot aus nationalen und internationalen Anbietern

Und diese Kombination gibt Unternehmen vor allem eines: echte Wahlfreiheit.

Die neuen Flächen in München waren allerdings nicht die einzige Erweiterung, die unser Home of Data erfahren hat. Wenig später - im Mai – haben wir ein neues Rechenzentrum in Rosenheim eröffnet.

Kein „weiterer Punkt auf der Landkarte“, dafür aber ein ganz bewusst gesetzter digitaler Anker.

Der neue Standort ist nicht nur Heimat der TH Rosenheim und des Digitalhub Bayern, der seit 2024 Unternehmen in der Region vernetzt und Innovation fördert. Mit seinem Direktanschluss an den MuCon-X wird das Rechenzentrum für die Region Südostbayern zum Zugang zur digitalen Welt – regional verankert, global angebunden.

So wächst ein Netzwerk, das nicht zentralisiert, sondern dezentral stärkt.

Zertifizierungen, die Standards zeigen: ISO 27001 Erweiterung…

2025 wurden sowohl MuCon-X als auch das neue Rechenzentrum in Rosenheim erfolgreich nach ISO 27001:2022 zertifiziert. Damit wurde unsere bestehende Zertifizierung erfolgreich auf die Erweiterungen unserer Rechenzentrumsflächen ausgeweitet und wir können bestätigen:

Wachstum ja – aber nicht ohne Struktur, Sicherheit und Verantwortung. Unser Anspruch an Qualität und Informationssicherheit wächst mit.

Für unsere Kunden bedeutet das: Eine Plattform, die skalieren kann, ohne Stabilität zu verlieren.

Und wenn es um Zertifizierungen geht, ist es mir auch ein Anliegen, über die folgenden zu sprechen:

… unsere erneute Klimaneutralität …

Klimaneutralität ist für uns eine gute und eine notwendige Basis – nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Denn als Rechenzentrumsbetreiber tragen wir naturgemäß einen hohen Energiebedarf mit uns herum. Es wäre einfach, sich auf einem „klimaneutral“-Stempel auszuruhen. Durch zertifizierte Kompensationsprojekte neutral zu sein ist das Minimum, das meiner Ansicht nach für jedes Unternehmen Usus sein sollte. Verantwortung tragen heißt jedoch, mehr als das Minimum zu tun.

Wichtig ist uns deshalb, zusätzlich regional aktiv zu sein – dort, wo unser Einfluss sichtbar wird, andere motivieren kann und schnelle Ergebnisse erzielt werden.


Mit unserem Aufforstungsprojekt Racks4Roots übernehmen wir jedes Jahr Verantwortung für unsere unmittelbare Umgebung und die Ökosysteme, in denen wir leben und arbeiten. Bäume zu pflanzen mag simpel klingen – aber für uns ist es ein regionaler Beitrag, der bleibt.

Dass dieser Ansatz Wirkung zeigt, würdigte vor weniger als einer Woche die Landeshauptstadt München und es spiegelt auch …

 

… unsere diesjährige Corporate Climate Response (CCR) von 161%

Mehr an die Umwelt zurückzugeben, als wir von ihr nehmen – das ist der Anspruch, mit dem wir weiterarbeiten möchten.

Durch die jährliche, vollständige CO₂-Kompensation (über Zertifikate nach internationalem Standard) und unser zusätzliches regionales Engagement aus den Baumpflanzungen der letzten Jahre geben wir aktuell 161 % an die Umwelt zurück.

Wir hoffen, dass wir diese Zahl in den folgenden Jahren noch weiter steigern können, durch nachhaltige Reduktionsmaßnahmen und durch die Finanzierung weiterer Bäume, die mit Racks4Roots in bayrischen Schutzwäldern gepflanzt werden.

Wer ebenfalls ermitteln und bestätigen möchte, wie viel das eigene Unternehmen inkl. regionaler Maßnahmen an die Umwelt zurückgibt, kann dies über die gemeinnützige Organisation The Response machen.

 

Auszeichnungen, die mich persönlich stolz machen

Zugegeben: Es ist ein gutes Gefühl, wenn das, was wir tun, auch gesehen wird.

Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr vom eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. zur Datacenter Person of the Year gewählt wurde.

Das ist eine Auszeichnung, die ich dem gesamten Team zuschreibe – denn ohne die tägliche Arbeit, die Haltung und die Bereitschaft, Dinge anders zu machen, wäre so etwas nicht möglich.

Und ganz frisch im Dezember durften wir uns noch über eine Auszeichnung der @LandesMünchen freuen:

„Münchens ausgezeichnete Unternehmen“ – für unser Engagement im Rahmen von Racks4Roots und unseren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region.

Beides sind Anerkennungen, die uns nicht definieren – aber die für uns eine Bestätigung sind, dass uns unser Weg in die richtige Richtung führt.

Was 2025 aber wirklich geprägt hat

Natürlich gab es Meilensteine: Bauprojekte, Auszeichnungen, neue Zertifizierungen, ein Wald, der dank Racks4Roots jedes Jahr weiterwächst.

Was uns als Team jedoch wirklich geprägt hat, war das Gefühl, gemeinsam an etwas zu bauen, das größer ist als wir und unser Tagesgeschäft.

Es war das Gefühl, dass sich aus vielen kleinen Entscheidungen (und ein oder zwei größeren) plötzlich ein Bild ergibt.

2026: Mit derselben Ruhe weiter – nur größer gedacht

Nächstes Jahr werden wir das nicht ändern. Wir werden weiter vorausschauend handeln – so, wie es für eine Region sinnvoll ist, die digitale Unabhängigkeit nicht dem Zufall überlassen möchte.

Unsere Richtung für 2026 ist klar:

MuCon-X wächst – bis Ende des Jahres 2026 sollen 60 Netze mit eigenem PoP am Knotenpunkt angebunden sein.

Wir werden unsere Plattform weiter öffnen, um MuCon-X zum führenden Netzknoten für München und die DACH-Region zu machen und so unseren Beitrag zur digitalen Souveränität auszubauen. Und wir werden weiterhin Entscheidungen treffen, die Wirkung haben.

Damit MuCon-X für 2026 bereit ist, haben wir zum Jahreswechsel noch einmal kräftig nachgelegt:

Über eine neue dritte Hauseinführung werden wir im Februar unser bestehendes Glasfaserkontingent mit neuer Kapazität von rund 15.000 Fasern am MuCon-X erweitert haben. Unser künftiges Anschlusspotential liegt dann bei nahezu 50.000 Fasern.

Am Ende ist all das kein Hexenwerk. Es ist unser Tagesgeschäft – aber eben auch ein konstanter Gedanke im Hinterkopf:

„Wie können wir unsere Region vom Reden ins Handeln bringen?“

Denn: Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe davon wirklich genug – vom Reden.

Was digitale Souveränität angeht – so ehrlich müssen wir sein – stehen wir als Nation und als Europa längst nicht da, wo wir stehen sollten.

Wir haben nun allerdings gemerkt: wenn wir das, was wir tun können, in die Hand nehmen, dann können wir etwas erreichen.

Wir wissen, dass Infrastruktur in eigener Hand für unser Ziel unabdingbar ist, und deshalb arbeiten wir dafür, diese Basis zu stellen.

Und letztlich gibt es dann diese Momente...

Momente, die so direkt gar nichts mit der Strategie zu tun haben, aber das gute Gefühl vermitteln, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Zum Beispiel, wenn bei der Weihnachtsfeier jemand halblaut kommentiert – und alle lachen müssen.

Und wenn dann später beim Anschauen klar wird, wie gut dieser kleine Satz das ganze Jahr trifft.

„Sieht doch gar nicht so schlecht aus.“

Dieser Satz hat es für mich ziemlich genau getroffen.

Wie immer freue ich mich über Feedback, Anreize zur Diskussion und ganz besonders über eigene Erfahrungsberichte aus dem vergangenen Jahr.

Sonst bleibt mir nur noch zu sagen: Ich wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2026.

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Wir beraten Sie gerne.

Bernhard Huter
CEO

Gerne möchten wir, das Team der EMC Home of Data und ich persönlich, Ihnen unsere Begeisterung für das Thema Rechenzentrum und Colocation vermitteln.

Sprechen Sie mich an, ich freue mich!

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EMC Home of Data GmbH

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Tel.: 089 30 90 580-0 ·